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<text>

<nachricht>
 <ort>Innsbruck</ort>

 <logo>innsbruck_2009.jpg</logo>
 <thema>Festkommers der Burschenschaft in Innsbruck 2009</thema>
 <titel>Alpenfestung schleifen!</titel>
 <absatz>Nachdem das Treffen des Coburger Convents in Coburg 2009 nicht mehr ganz so ungestört und erfolgreich verlief, wie in den Jahren zuvor, deutet sich jetzt für ein weiteres burschenschaftliches Treffen ähnliches an.</absatz>
 <absatz>Das burschenschaftliche Kommers in Innsbruck soll den antinapoleonischen Befreiungskriegen unter Andreas Hofer - die heute zum Gründungsmythos Tirols geworden sind - gedenken. Aber, obwohl man sich auch Gedanken machen könnte über die Stoßrichtung des damaligen Aufstands und seiner Rezeption in Tirol und Österreich - geht es eigentlich nur am Rande wirklich um diese Ereignisse. Es geht um ein weiteres Treffen von Burschenschaften, die sich als Vertreter von Toleranz und Demokratie darstellen - was nun wirklich, auch bei der nettesten Interpretation, nicht das Ziel des Tiroler Aufstandes war - und selber feiern wollen.</absatz>
 <absatz>Es wird gegen dieses Treffen Proteste geben, was zu begrüßen ist. Wirklich erstaunlich ist allerdings, was sich ansonsten im Rahmen der Vorbereitung dieser Proteste ereignete. Das die Polizei und Politik wieder einmal mit Gewaltphantasien und Entpolitisierung der Proteste reagierte, ist ärgerlich, war aber zu erwarten. Dies war in Coburg in diesem Jahr ja auch nicht anders. Das Fest steht unter der Schirmherrschaft des FPÖ-Nationalratspräsidenten Martin Graf. Der zeigte sich in den letzten Wochen unbeeindruckt von allen Protesten gegen das burschenschaftliche Fest, welcher aus sehr unterschiedlichen politischen Richtungen vorgetragen wurde. Vielmehr zweifelte er mehrfach an, dass ein antifaschistischer Grundkonsens in Österreich sinnvoll und notwendig sei und griff vielmehr den politischen Gegner als Extremisten an. Er wird, so die bisherige Planung, auf dem Kommers auch eine Festrede halten.</absatz>
 <absatz>Dieser politische Skandal wird vielleicht eher der FPÖ, als den gesamten Burschenschaften anzurechnen sein, obwohl es beim Personal große Überschneidungen gibt. Aber das burschenschaftliche Milieu hat auch seinen eigenen Skandal: es tauchten mehrfache Gewalt- und offenbar auch Morddrohungen im Zusammenhang mit den Protesten gegen das Kommers auf. Das ist nur erstaunlich, wenn man das nach außen vertretene Selbstbild der Burschenschaften zu ernst nimmt. Selbstverständlich waren und sind diese mit dem rechtsextremen und in Österreich auch rechtsterroristischen Milieu nicht nur lose verbunden, sondern ein Teil desselben.</absatz>
 <absatz>Dennoch wird am Samstag, dem 20.06.2009, ab 15.00 Uhr eine Demonstration gegen das Kommers stattfinden. Andere Veranstaltungen sind vor und nach dem Kommers angekündigt.</absatz>
 
 <link href="http://www.kommers2009.at/" text="kommers2009.at - die Hauptinformationsseite der Proteste"/>
 <link href="http://alpenfestungschleifen.blogsport.de/" text="alpenfestungschleifen.blogsport.de - Weblog gegen das Kommers"/>
 <link href="http://no-racism.net/article/2962/" text="Burschenschafterkommers 2009? Alpenfestung schleifen! [Aufruf der autonomen Antifa Innsbruck]"/>
 <link href="http://imzoom.info/article.php/20090615161234628" text="Burschenschafter schlagen - Schlagen wir zurück! [tirol.imzoom.info]"/>
 <link href="http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/tirol/Burschenschafter-Feier_sorgt_fuer_Protest_0477550.ece" text="Burschenschafter-Feier sorgt für Protest [oe24.at, 09.06.2009]"/>
 <link href="http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/tirol/Kommers_Polizei_ruestet_auf_0479829.ece" text="Kommers: Polizei rüstet auf  [oe24.at, 15.06.2009]"/>
 <link href="http://tt.com/tt/home/story.csp?cid=9542846&amp;sid=57&amp;fid=21" text="Polizei rüstet für Festkommers der Burschenschafter [tt.com, 16.06.2009]"/>
 <link href="http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/tirol/Neonazis_bedrohen_Politiker_0480798.ece" text="Neonazis bedrohen Politiker  [o324.at, 17.06.2009]"/>
</nachricht>

<kurz>
 <ort>Eisenach</ort>
 <logo>logo37</logo>
 <texte>Nicht ganz tadellose Burschen</texte>
 <datum>11. Juni 2009</datum>
 <quelle>Alexander Meyer und Björn Kietzmann, Jungle World</quelle>
 <link>http://jungle-world.com/artikel/2009/24/35247.html</link>
</kurz>

<kurz>
 <ort>Innsbruck</ort>
 <logo>logo19</logo>
 <texte>Burschenschafter am Institut für Österreichische Geschichte der Universität Innsbruck</texte>
 <datum>18. Mai 2009</datum>
 <quelle>no-racism.net</quelle>
 <link>http://no-racism.net/article/2942</link>
</kurz>

<nachricht>
 <ort>Coburg</ort>

 <logo>coburg_2009.jpg</logo>
 <thema>Gegen Coburger Convent</thema>
 <titel>Pfingsttreffen des Coburger Convent</titel>
 <absatz>Der Coburger Convent ist eine der Vereinigungen von studentischen Korporationen, der nicht so oft angegriffen und kritisiert wird, wie die Deutsche Burschenschaft. Zu Unrecht.</absatz>
 <absatz>Im Coburger Convent sammeln sich keine Burschenschaften, sondern &quot;akademische Landsmannschaften und Turnerschaften &quot;. Was ist der Unterschied? Ein sehr geringer. In der Geschichte der studentischen Korporationen gab es unterschiedliche Ansätze, solche zu gründen, zu benennen und zu organisieren. Es gab auch einst politische Auseinandersetzungen, beispielsweise darüber, ob man als Korporierter bei der Frage der Gründung eines deutschen Staates für die kleindeutsche Lösung (unter der Führung Preußens und ohne Österreich) oder für die großdeutsche Lösung (unter Habsburger Führung, inklusive Ungarns) sein sollte. Das war vor der deutschen Reichseinigung 1870/71, also vor einer sehr langen Zeit. Außerdem gab es auch immer Auseinandersetzungen zwischen unterschiedlichen Korporationen und da diese ihre Identität darauf aufbauen, jede kleine Begegebenheit innerhalb ihrer Gruppe zu historisieren und immer weiter zu geben, behaupten die Korporationen immer noch, dass diese Auseinandersetzungen und Meinungsverscheidenheiten eine Relevanz hätten. Aber das war es auch.</absatz>
 <absatz>Deshalb wehren sich aber beispielsweise Korporationen, die sich im Coburger Convent - oder anderen Bünden wie der Neuen Deutschen Burschenschaft, dem Schwarzburgbund oder im Weinheimer Senioren-Convent - organisieren auch dagegen, Burschis genannt zu werden und mit derselben Kritik konfrontiert zu werden, die den Burschenschaften der Deutschen Burschenschaft entgegen gebracht werden. Aber das sollte man nicht allzu sehr beachten. Richtig ist, dass die Korporationen mit den direkten Kontakten zur organisierten extremen Rechten zumeist in der Deutschen Burschenschaft zu finden sind, aber das ist auch keine eindeutige Regel. Alle anderen Kritiken an Burschenschaften treffen auch auf die anderen Korporationen zu. Das Problem an ihnen ist ja das anti-demokratische und anti-aufklärerische Erziehungsmodell, das hierarchisierende Gesellschafts- und Menschenbild, das nationalistische, sexistische und homophobe Gedankengut und der direkt ausgelebte Militarismus (im Sinne eines Befehls- und Gehorsamsprinzips). Da ist es vollkommen egal, wie sich die Korporation nennt und mit welcher Korporation sie einst im 19. Jahrhundert mal Auseinandersetzungen hatte.</absatz>
 <absatz>Zumal es der Coburger Convent ist, der jedes Pfingsten einen der größten und bedrohlichsten Aufmarsch studentischer Korporationen organisiert, bei dem man auch einiges über die &quot;normale&quot; deutsche Gesellschaft lernen kann. Bei diesem Treffen, dass immer in Coburg stattfindet, nehmen der Burschis vom Coburger Convent fast die gesamte Innenstadt in Belag und fast niemand hindert sie daran. Insbesondere der Aufmarsch mit Fakelmarsch am Samstag, der durch die Innenstadt führt und traditionell vom Bürgermeister der Stadt (auch wenn dieser in der SPD ist) begrüßt wird, ist ein Symbol für das immer noch vorhandene Selbstbewußtseins studentischer Korporationen und dafür, dass sie immer noch nicht vollständig umgegangen sind, wenn sie sich auch auf einige Gegenden zurückziehen mussten.</absatz>
 <absatz>Lange war der Aufmarsch in Coburg auch ein Ort für Proteste gegen Burschis. In den letzten Jahren hatten diese Proteste nachgelassen, aber nun scheint es, als würden sie wieder an Fahrt gewinnen. Für den Samstag, 30.05.2009, 14.00, wird für eine Demonstration aufgerufen, die in Coburg am Spitaltor starten soll. Außerdem führt die Gruppe aus Coburg, welche diese Proteste besucht, eine Reihe von Informationsveranstaltungen durch, die hoffentlich zu einr weiteren Zusammenarbeit führen. Aus Berlin wird es einen Bus zur Demonstration nach Coburg geben (Karten gibt es für 15 Euro in der Buchhandlung Schwarze Risse im Mehringhof).</absatz>
 <absatz>Termine: 19.05., 18.30 Uhr Berlin, SBZ Krähenfuß (Hauptgebäude Humboldt-Universität, Unter den Linden 6) // 21.05., 20.30 Uhr Berlin, Projektraum H48 (Hermannstraße 48) // 21.05, 19.30 Uhr Bamberg, Balthasar (Balthasargäßchen 1) // 22.05, 19.00 Uhr Suhl, Alternativer Jugendclub &quot;Grünes Haus&quot; (Gothaer Straße 105) // 23.05, 19.00 Uhr Meiningen, Eine-Welt-Laden (Wintergasse 8) // 28.05.2009, 19.00 Uhr, Coburg, Sonderbar (Wo? In Coburg wird man die Adresse wohl wissen)</absatz>

 <link href="http://coburgerconvent.blogsport.de/" text="Weblog der Coburger Gruppe, inklusive Kontaktadresse"/>
 <link href="http://de.indymedia.org/2009/05/252187.shtml" text="Widerstand gegen den Coburger Convent [indymedia-Bericht von AKZC-ND, 31.05.2009]"/>
</nachricht>

<kurz>
 <ort>Wien</ort>
 <logo>logo13</logo>
 <texte>Unter deutschen Schwestern: Die nationale Studentinnenverbindung &quot;Freya&quot; buhlt in der heimischen, rechten Gesellschaft um Anerkennung</texte>
 <datum>31. März 2009</datum>
 <quelle>chili.cc</quelle>
 <link>http://chilli.cc/index.php?id=84-1-171</link>
</kurz>

<kurz>
 <ort>Mainz</ort>
 <logo>logo22</logo>
 <texte>Uni muss konsequent gegen Rechtsextremismus vorgehen</texte>
 <datum>23. März 2009</datum>
 <quelle>Rheinhessen gegen Rechts e.V. (Pressemitteilung)</quelle>
 <link>http://www.openpr.de/news/303483/Uni-muss-konsequent-gegen-Rechtsextremismus-vorgehen.html</link>
</kurz>

<kurz>
 <ort>Linz</ort>
 <logo>logo29</logo>
 <texte>Heftiger Widerstand gegen Burschenschaftertreffen: Deutschnationale Burschenschaft will Anfang März in den Redoutensälen des Linzer Landhauses einen Festkommers abhalten.</texte>
 <datum>27. Februar 2009</datum>
 <quelle>Rundschau</quelle>
 <link>http://www.rundschau.co.at/rsooe/ooe/story.csp?cid=4415186&amp;sid=77&amp;fid=55</link>
</kurz>

<kurz>
 <ort>Wien/Österreich</ort>
 <logo>logo37</logo>
 <texte>Preis für BFJ - Burschenschaft unterstützt Neonazis mit Geldpreis!</texte>
 <datum>27. Februar 2009</datum>
 <quelle>Karl Öllingergruene.at</quelle>
 <link>http://www.gruene.at/topstories/artikel/lesen/41043/</link>
</kurz>

<nachricht>
 <ort>auf burschis.de.vu</ort>
 <thema>nachrichten</thema>
 <titel>mehr nachrichten</titel>
 <link href="index_2008.xml" target="self" text="Nachrichten September 2007 - Dezember 2008"/>
 <link href="archiv.xml" target="self" text="Archiv"/>
</nachricht>

</text>
